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Teilzeit-Modelle für Anwältinnen und Anwälte bei GÖRG

Großkanzleien haben den Ruf, dass sich Arbeit und Freizeit oder Familienleben nur schwer miteinander vereinbaren lassen. Dabei gibt es zahlreiche Anlässe, Teilzeitarbeit dem „klassischen Vollzeitjob“ vorzuziehen. Bei GÖRG haben Sie daher in den verschiedensten Dezernaten die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung, meist geknüpft an flexible, auf den jeweiligen Mitarbeiter angepasste Arbeitszeitmodelle – gerne auch in Verbindung mit einem Homeoffice.

Für unsere Anwältinnen und Anwälte bieten sich bei GÖRG insbesondere folgende Teilzeitmodelle an:

  1. Teilzeittätigkeit als zugelassener Rechtsanwalt (m/w)
  2. Teilzeittätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w) nach dem zweiten Staatsexamen

Exemplarisch haben wir zwei unserer Teilzeitmitarbeiterinnen ausgewählt, die einen kurzen Einblick in ihren Arbeitsalltag und die Teilzeittätigkeit geben können:

1. Teilzeittätigkeit als zugelassener Rechtsanwalt (m/w)

Lena Klever ist seit Juni 2015 als Rechtsanwältin in der Service Line Arbeitsrecht beschäftigt, dies zunächst in Vollzeit, seit Rückkehr aus ihrer Elternzeit im Januar 2018 arbeitet sie nun in Teilzeit. Wie das konkret aussieht, zeigt dieses kurze Interview:

Kurze Vorstellung

Mein Name ist Lena Klever. Ich bin 30 Jahre alt und seit Juni 2015 als Rechtsanwältin bei GÖRG tätig.

 

 

 

In welchem Umfang haben Sie vor der Elternzeit gearbeitet und wie sieht Ihre derzeitige Tätigkeit zeitlich aus?

Vor meinem Mutterschutz und der anschließenden Elternzeit war ich in Vollzeit tätig. Nach meiner Rückkehr aus der Elternzeit habe ich meine Arbeitszeit um 50 % reduziert. Derzeit bin ich an vier Tagen in der Woche für GÖRG tätig.

War es problematisch nach der Geburt in Teilzeit in den Job zurückzukehren?

Ganz und gar nicht. GÖRG hat mir alle Möglichkeiten offen gehalten und sich sehr flexibel hinsichtlich der Gestaltung meiner Arbeitszeit nach der Elternzeit gezeigt.

Hat sich Ihre praktische Tätigkeit geändert, seit Sie in Teilzeit arbeiten? Wenn ja, inwiefern?

Meine Arbeitsinhalte haben sich nach meiner Rückkehr nicht verändert. Lediglich der Arbeitsumfang ist geringer geworden. Ich betreue weiterhin eigenständig Mandate und nehme Gerichts- sowie Besprechungstermine wahr. Bei der Auswahl der von mir zu bearbeitenden Mandate wird berücksichtigt, dass ich meist am Nachmittag nicht verfügbar bin. In eilig zu bearbeitende Großprojekte werde ich daher nicht umfangreich eingebunden. Dies ist jedoch auch in meinem Interesse.

Wie ist die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben wirklich? Wie gehen die Kollegen und Ihr Vorgesetzter mit der nun etwas eingeschränkten Flexibilität im Beruf um?

Ich habe mir vor meinem Wiedereinstieg viele Gedanken über meinen bevorstehenden Arbeitsalltag und die Vereinbarkeit mit meiner Familie gemacht. Ich wurde jedoch sehr positiv überrascht: Die Vereinbarkeit von meiner Tätigkeit bei GÖRG und meinem Privat- und Familienleben könnte besser kaum sein. Die Kollegen und insbesondere auch die Partner nehmen viel Rücksicht hinsichtlich meines Arbeitsumfangs und ermöglichen mir stets, das Büro rechtzeitig verlassen zu können. Sehr selten kommt es vor, dass ich am Abend von Zuhause aus tätig werden muss. Nur gelegentlich telefoniere ich am Nachmittag mit den Kollegen oder einem Mandanten. Bei Bedarf kann ich meine Arbeit sehr flexibel erledigen und bin an keine festen Arbeitszeiten gebunden.

Im Rahmen der Kooperation mit dem überregionalen Kita-Betreiber FRÖBEL besteht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, bevorzugt einen Kitaplatz in einer der FRÖBEL-Einrichtungen zu erhalten. Haben Sie von dem Angebot Gebrauch gemacht und sind Sie mit der Einrichtung zufrieden?

Ja, unsere Tochter wird seit August 2018 in einer FRÖBEL-Einrichtung in Köln betreut. Die Eingewöhnung wird gerade erfolgreich durchgeführt. Unser Eindruck von der Einrichtung ist äußerst positiv und die Anmeldung unserer Tochter verlief völlig komplikationslos.

2. Teilzeittätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w) nach dem zweiten Staatsexamen

Nach erfolgreichem Abschluss ihres Referendariats startete Lena Volles mit ihrer Promotion im Bereich Umweltrecht/CSR. Damit sie zeitlich flexibel bleiben und ihre Promotion mit der Arbeit und ersten Berufserfahrungen als Juristin unter einen Hut bekommen kann, begann sie ihre Tätigkeit bei GÖRG zunächst als Wissenschaftliche Mitarbeiterin, also als Volljuristin in Nebentätigkeit.

Seit Januar 2017 ist sie nun als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei GÖRG in der Service Line Infrastruktur, Umwelt, Energie tätig. In diesem Interview zeigt sie uns einen kurzen Einblick:

Kurze Vorstellung

Ich heiße Lena Volles, bin 29 Jahre alt und habe im Dezember 2016 mein Referendariat abgeschlossen. Seitdem arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Service Line Infrastruktur, Umwelt, Energie für Dr. Thomas Christner und Thoralf Herbold.

 

Wie sieht Ihre derzeitige Tätigkeit zeitlich aus? Welche Tätigkeiten führen Sie aus?

Dank der Flexibilität meiner Chefs habe ich meine Arbeitszeit mehrfach den Bedürfnissen meiner Promotion angepasst und sowohl drei als auch zwei Tage pro Woche gearbeitet. Grundsätzlich habe ich feste Arbeitstage, das sorgt für Planbarkeit. Mein Team ermöglicht mir aber auch immer, an für meine Promotion interessanten Veranstaltungen teilzunehmen und dafür die Arbeitstage frei zu tauschen.

Ich bereite hauptsächlich Schriftsätze, Vermerke, Gutachten etc. vor. Gelegentlich kann ich auch an Besprechungen teilnehmen und selbst mit Mandanten in Kontakt treten.

Wie viel Zeit bleibt für Ihre Promotion übrig und können Sie diese tatsächlich sinnvoll und effektiv nutzen?

Die Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin ist eine sehr gute Ergänzung zur Promotion. Im Gegensatz zu so manchem Lehrstuhljob werden die vereinbarten Arbeitszeiten auch eingehalten. Durch das feste Arbeitspensum habe ich an den Promotions-Tagen den Kopf für mein Projekt frei. Es wird nicht von mir erwartet, über meine Arbeitszeit hinaus verfügbar oder erreichbar zu sein, das entlastet mich sehr.

Je nach persönlicher Disziplin würde ich dazu raten, nicht mehr als zwei Tage pro Woche zu arbeiten, um ausreichend Promotions-Zeit zur Verfügung zu haben.

Warum haben Sie sich gegen eine Promotion nach dem ersten Staatsexamen entschieden? Welche Vorteile bietet die Promotion nach dem zweiten Staatsexamen?

Neben der besseren Bezahlung mit zweitem Staatsexamen besteht der Hauptvorteil meines Erachtens darin, dass man nicht während der Promotion ständig an noch bevorstehende Prüfungen denkt. Viele Doktoranden verleitet das dazu, frühzeitig doch mit Referendariat zu beginnen, weil sie Angst davor haben, zwischenzeitlich zu viel vom Stoff zu vergessen oder „zu alt zu werden“. Das hat dann oft zur Folge, dass das Referendariat wegen der Restarbeiten an der Doktorarbeit sehr stressig wird oder die Doktorarbeit sogar völlig aus dem Blickfeld gerät.

Außerdem hat man nach dem Referendariat normalerweise schon eine bessere Vorstellung davon, wohin es beruflich gehen soll und kann die Promotion entsprechend daran anpassen.

Wäre es für Sie denkbar gewesen nach dem zweiten Staatsexamen direkt als Anwältin in Teilzeit anzufangen und parallel dazu Ihre Doktorarbeit zu schreiben?

Ich hatte sogar ein entsprechendes Angebot einer anderen Kanzlei, aber der Partner selbst hat mir im Vorstellungsgespräch davon abgeraten, weil solche Modelle seiner Erfahrung nach kraftraubend oder sogar zum Scheitern verurteilt seien. Warum sollte man sich den Berufseinstieg zusätzlich schwer machen?

Haben Sie einen festen Zeitplan? Wann möchten Sie die Dissertation fertigstellen? Wie sehen Ihre Pläne für den Berufseinstieg aus?

Vor Beginn der Promotion habe ich mich zunächst in freiberuflicher Tätigkeit noch anderen spannenden Projekten gewidmet. Die eigentliche Promotion möchte ich innerhalb von zwei Jahren abschließen.

Weil ich mich in meinem Team sehr wohlfühle, könnte ich mir vorstellen, im Anschluss bei Görg als Anwältin anzufangen.