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GÖRG ist Förderer des Deutschlandstipendiums

Seit dem Sommersemester 2011 werden Studierende, die sich durch überdurchschnittliche Leistungen qualifizieren und einen exzellenten Werdegang erwarten lassen, durch das Deutschlandstipendium finanziell gefördert. Um sich zu qualifizieren benötigt man mehr als „nur“ gute Noten. Die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen oder das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im bisherigen Werdegang gehören ebenso zum Gesamtpaket wie ehrenamtliches Engagement.

Das Deutschlandstipendium wird vom Bund und privaten Stiftern unterstützt. Dies trägt zur Minimierung des Fachkräftemangels bei und gibt Ansporn zu Spitzenleistungen. Das Fördergeld ist Einkommensunabhängig und kann zusätzlich zum BAfög bezogen werden. So können sich die Studierenden effektiv auf Ihre Hochschulausbildung konzentrieren.

GÖRG fördert das Deutschlandstipendium seit 2016 und unterstützt damit jedes Jahr fünf Stipendiatinnen und Stipendiate während ihres Jura-Studiums.

Wir haben Frau Leonie Müller, die wir über das Deutschaldstipendium kennengelernt haben und die bei GÖRG als Praktikantin und studentische Hilfskraft tätig war um einen kurzen Erfahrungsbericht zu der Förderinitiative und ihrer Zeit bei uns gebeten:

Erfahrungsbericht von Leonie Müller

Seit dem Wintersemester 2016/2017 studiere ich an der Universität zu Köln Rechtswissenschaften mit dem Abschluss „erste Prüfung“ sowie den Bachelor-Studiengang deutsch-französische Rechtswissenschaften.

Der Bachelor-Studiengang ist auf vier Jahre angelegt, wobei die ersten zwei Jahre und damit die Zwischenprüfung in Köln absolviert wird und die darauffolgenden zwei Jahre in Paris an der Universität Paris 1/Panthéon-Sorbonne den Studiengang abschließen. Der sodann erreichte Bachelor of Law (LL.B.) ist gleichzeitig der für die juristische Ausbildung vorgesehene Schwerpunkt.

Nach meinem Abitur in Lüneburg im Jahr 2015 und einem Freiwilligendienst im französischsprachigen Belgien entschied ich mich, meine fundierten Kenntnisse in der französischen Sprache zu nutzen und mich auf den Bachelorstudiengang zu bewerben. Neben den verpflichtenden Kursen für die Zwischenprüfung im deutschen Recht, habe ich im dritten und im vierten Semester zusätzlich eine Vorlesung und eine Arbeitsgemeinschaft als Einführung in das französische Recht gehört. An dem Studiengang gefällt mir besonders, dass sich zwischen den 60 deutsch-französischen Studierenden Freundschaften gebildet haben, die gerade auch in der heutigen Zeit zum interkulturellen Verständnis beitragen und ich nach den vier Jahren neben der Zusatzqualifikation in Form des LL.B. auch ein Semester mehr Zeit für den „Freischuss“ des ersten Staatsexamens haben werde.

Nachdem mir eine Freundin aus dem Studium vom Deutschlandstipendium erzählt hat, entschied ich mich, meine Bewerbung „einfach mal“ einzureichen. Die Auswahlkriterien des anteilig aus staatlichen Geldern und anteilig von privaten Förderern gestützten Stipendiums bestehen neben den Noten im Studium auch aus sozialem Engagement und dem familiären Hintergrund. Nach Erhalt der sehr erfreulichen Zusage sowie der Mitteilung der Förderung durch GÖRG Rechtsanwälte vom Standort Köln, lernte ich Ende des Jahres 2017 neben meinen Mitstipendiaten die Personalreferentin Frau Ewa Scheid und den Anwalt im Arbeitsrecht und Partner Herrn Dr. Thomas Bezani beim „Get Together“ im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln kennen.

©Foto: Fouad

Ewa Scheid (Personalreferentin), Dr. Thomas Bezani (Partner), Leonie Müller, Benjamin Gawlik, Lukas Plum (v. l.)

©Foto: Weiler

Im Verlauf des Gesprächs durfte ich die beiden sowohl persönlich kennenlernen, als auch Informationen über die Wirtschaftskanzlei GÖRG und die Arbeit in dem Unternehmen gewinnen. Nach einem freundlichen und offenen Gespräch erkundigte ich mich nach der Möglichkeit eines freiwilligen Praktikums bei Herrn Dr. Bezani im Arbeitsrecht. Das Rechtsgebiet Arbeitsrecht war für mich im dritten Semester ein Pflichtfach, sodass ich bereits einige Einblicke gewinnen konnte und mein theoretisch erlangtes Wissen gerne praktisch anwenden und vor allem vertiefen wollte. Ich reichte folglich meine Bewerbung ein und mir wurde das sechswöchige Praktikum à fünf Tage pro Woche  von jeweils 9 bis 18 Uhr zugesagt. Da ich im vierten Semester nur noch zwei Pflichtfächer zu hören hatte, konnte ich diese Fächer an den Wochenenden nacharbeiten und somit die volle Arbeitswoche in der Wirtschaftskanzlei – sozusagen den „Arbeitsalltag“ – vollkommen miterleben. Anfang April 2018 startete ich folglich in meine Praktikumszeit, in der ich Herrn Dr. Bezani zu Gerichtsterminen begleiten, Rechercheaufgaben erledigen und Schriftsätze verfassen durfte. Ich wurde gefordert, aber bekam gleichzeitig jeden Tag, nach jeder Aufgabe eine fundierte Rückmeldung, was mich motivierte und mein Interesse an der Arbeit als Anwältin in einer Wirtschaftskanzlei ausbaute. Neben Herrn Dr. Bezani knüpfte ich auch zu den anderen Anwält/innen sowie Wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen, mit denen ich in einem Büro untergebracht wurde, ein gutes, kollegiales Verhältnis.

Ich fühlte mich stets willkommen und konnte an jede und jeden meine Fragen stellen und Tipps sowie Anregungen erhalten.

Mit diesem guten Gefühl im Hinterkopf, fragte ich nach meinem Abschied als Praktikantin, für die Monate Juni und Juli – und damit vor dem Start meines Aufenthalts in Paris Anfang September diesen Jahres – nach der Möglichkeit einer einmal wöchentlichen Minijob-Anstellung als Studentische Hilfskraft. Zu meiner Freude wurde diese Frage mit „Ja“ beantwortet, sodass ich meine bereits gesammelten Erfahrungen vertiefen und meine Mitgliedschaft im Team Arbeitsrecht ausbauen konnte.

Nach dem Ende meiner Studienzeit in Paris plane ich nach Köln zurückzukommen, um das Hauptstudium an der Universität zu beenden.

Insgesamt kann ich anderen Studierenden nur dazu raten, Initiativbewerbungen zu verschicken, um in unterschiedliche Berufsgruppen, die sich nach dem Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften auftun, hineinzuschnuppern, und somit durch die praktische Arbeit neue Energie für das theoretische Studium zu tanken.

Auch kann ich nur dazu ermutigen, sich für das Deutschlandstipendium zu bewerben, um neben der finanziellen Förderung auch das eigene Netzwerk zu erweitern und die großzügigen Förderer kennen zu lernen.

Ich möchte mich auf diesem Wege ferner bei GÖRG für die sehr lehrreiche und tolle Zeit bedanken – ich komme nach meinem zweijährigen Aufenthalt in Paris gerne wieder!

Frau Müller, vielen Dank für die Schilderung Ihrer Eindrücke! Wir wünschen Ihnen weiterhin ganz viel Spaß und Erfolg mit Ihrem Studium und hoffen natürlich, Sie bald wieder bei GÖRG zu begrüßen.

Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium finden Sie unter: https://www.deutschlandstipendium.de/index.html